Mvuu Camp – Liwonde Nationalpark

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Das Mvuu Camp im Liwonde Nationalpark ist ein echtes Rundum Wildnis-Erlebnis. Hier ist man wirklich mittendrin statt nur dabei. Ich kann nur jedem, dem sich die ohnehin schon einmalige Gelegenheit bietet dieses wunderschöne Land zu besuchen, einen Abstecher in die Mvuu Logde wärmstens empfehlen. 

Das Camp liegt im Liwonde Nationalpark, direkt am Ufer des Shire Flusses. Wer komfortabel reisen möchte, quartiert sich in einer der Lodges ein. Für den kleineren Geldbeutel bietet sich das Camp an, in dem man wahlweise das eigene Zelt aufschlagen oder eines der Safari-Zelte nutzen kann. Ich selbst war in einer der Lodges untergebracht, direkt am Flussufer, in dem man zu jeder Tageszeit die Nilpferde schnaufen hörte und sogar mal ein paar im Wasser spielende Elefanten zu sehen bekam. 

Überfahrt ins Mvuu-Camp

Allein der Weg zum Camp ist ein Abenteuer, denn es ist nur per Boot über den Fluss zu erreichen. Log geht´s an der Anlegestelle, der Hippo View Lodge. Im kleinen Schnellboot haben 6-8 Leute samt Gepäck Platz. Ich werde dazu aufgefordert, mich hinzusetzen, denn es geht rasant los. Flussaufwärts gleiten wir durchs Wasser, zu beiden Ufern erstreckt sich die nach der Regenzeit saftig grüne Landschaft und die dicken weißen Schäfchenwolken spiegeln sich in der Wasseroberfläche. Ich atme den frischen Wind des Abenteuers tief ein. Nach etwa 10 Minuten passieren wir die Grenze zum Nationalpark und unser Fahrer drosselt die Geschwindigkeit, um die hier lebenden Tiere nicht zu stören und uns einen Einblick in die unbelassene beeindruckende Natur zu gewähren. Bald sehen wir die ersten Nilpferd-Ohren aus dem Wasser ragen und auch ein paar schnaubende Nasen. Witzig sieht das aus, wie ringsum immer mal wieder eine Gruppe braunrot-gläzender Köpfe mit Löffelförmigen Ohren aus dem Wasser ragen. Wir sind begeistert. Ein kleiner Paradiesvogel springt fröhlich auf dem Deck umher und ich kann mich nicht entscheiden, wohin ich meine Aufmerksamkeit verteilen soll: Die Nilpferdherden, in denen ich auch Jungtiere auszumachen glaube, der lustig hüpfende kunterbunte Minivogel oder die atemberaubende Natur, die uns umringt. Unser Bootsmann macht uns auf einen Elefanten aufmerksam, der in kilometerweiter Entfernung am Ufer grast. Alle starren gebannt in die Ferne, aber mehr als einen dunklen Punkt können wir nicht erkennen. Hat sich der Punkt gerade bewegt oder war das das Wackeln des Bootes? Wir wissen es nicht und gaffen weiter zum Horizont. 

Das geschulte Rangerauge lag natürlich richtig. Etwa 15 Minuten später können auch wir zwei riesige Ohren am entlegenen Ufer ausmachen, die dem mittig aufgeregt trinkenden Rüssel fröhlich Luft zufächeln zu scheinen. Na bitte! Unser zweites großes Safari-Tier auf dieser Reise. Stolz entsteigen wir dem Boot, dass nun endlich an einem kleinen hölzernen Steg angelegt hat und passieren den kleinen Weg bis hin zum Haupthaus des Camps.

 

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