Airbnb Erfahrungen – weltweit zu Hause fühlen

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Für mich persönlich ist Airbnb eine der genialsten Ideen, die der Reisemarkt in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Mit großem Potenzial die Hotelbranche ordentlich aufzumischen und die Art wie wir zukünftig reisen werden komplett zu verändern – auf positive Art.

Geiz ist… wohl doch nicht ganz so geil

Dabei war meine erste Erfahrung mit so einer privaten Unterkunft tatsächlich alles andere als berauschend. Damals bin ich übers Wochenende nach Barcelona gereist und hatte im Vorfeld über Wimdu -ein Airbnb Konkurrenzportal – ein Zimmer gemietet. Auf dem Foto war nur ein Bett abgebildet, das Zimmer kostete 8€. Naja und so war es dann auch. Ein winziges Zimmer ohne Fenster, in das nur ein Bett passte. Meinen Koffer musste ich darunter schieben, weil ich sonst die Tür nicht schließen konnte. Und auch die Ankunft habe ich ziemlich unschön in Erinnerung. Meine Vermieter waren garnicht da, statt dessen öffneten mir ein paar andere Touristen die dort untergekommen waren und erzählten mir, es gäbe kein freies Zimmer. Ein Anruf bei der Vermieterin klärte das zwar auf, doch den Schreck hätte ich mir auch ersparen können. Und dennoch: Ich habe für 24€ ein ganzes Wochenende in Barcelona gewohnt, mitten im Zentrum. Da ich allein war, störte mich der fehlende Komfort des Zimmers auch nicht wirklich, schließlich war ich eh die meiste Zeit unterwegs. Küche, Bad und Aufenthaltsraum konnte ich ja auch mitnutzen. Alles in allem war die Unterkunft für den Preis durchaus ok. Wer vor allem günstig reisen will, der findet auf Plattformen wie Airbnb und Wimdu durchaus entsprechende Angebote. 8€ ist einfach extrem günstig. Und wer auch etwas tiefer in den Geldbeutel greift, kann schon richtig schöne Zimmer und Appartements mieten, die meist noch weit unter den örtlichen Hotelpreisen liegen.

Ich gab der Sache noch eine Chance, korrigierte mein Budget ein wenig nach oben und begab mich auf die Suche nach einer schönen Unterkunft. Und es hat sich gelohnt. Bei der kommenden Buchung, sowie auch jeder weiteren danach, wurden meine Erwartungen weit übertroffen.

London: Wohnen in einer alten Backfabrik

Wer die Wahl hat…

Da mein Freund von seinem Freundeskreis zum Geburtstag einen Reisegutschein zum Geburtstag bekam, einigten wir uns darauf, dass ich einen kleinen Wochenendausflug für uns organisiere. Den Ort durfte ich aussuchen und er sollte ihn erst bei Abflug erfahren. Ich lotete alle Optionen aus und entschied mich für London. Mit Ryanair kaufte ich Flüge zum Spottpreis. Nun fehlte noch die passende Unterkunft. Zuerst googelte ich nach günstigen Hotelangeboten, gab aber schnell auf. Ich hätte entweder erhebliche Abstriche in Bezug auf Lage und Komfort machen oder einen ziemlich happigen Preis berappen müssen.

Auf Airbnb hingegen wurde ich schnell fündig. Nach Angabe des Reisezeitraums und des finanziellen Rahmens konnte ich aus einer schier unerschöpflichen Fülle zentraler und schicker Wohnmöglichkeiten auswählen, jede mit ihrem eigenen individuellen Charme. Mein Freund hatte Airbnb noch nie zuvor genutzt. Ich wollte ihn überzeugen. Also war es mir wichtig, eine ganz spezielle Unterkunft zu finden. Ich konnte mich kaum entscheiden. Ein Appartement schöner als das andere…

Meine erste Anfrage wurde abgelehnt. Das passiert hin und wieder. Also suchte ich erneut und stieß auf ein atemberaubendes Fabrikloft in industriellem shabby Look. Das war es!! Ich hatte mich sofort in die Bude verliebt. Sie sah mindestens genauso extravagant aus, wie ihr Vermieter Stuard mit seinem dicken roten Rauschebart. In den Bewertungen überschlugen sich die Gäste mit Komplimenten, was mich endgültig überzeugte. Ich buchte und binnen einiger Stunden wurde meine Anfrage angenommen.

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Airbnb Fabrikloft London

Londoner Airbnb Erfahrung: Voller Erfolg!

Dank der detaillierten Wegbeschreibung, die wir im Vorfeld von Stuard erhalten hatten, stehen wir nach einer längeren aber komplikationsfreien Busfahrt eine halbe Stunde zu früh vor Stuards Tür. Das Haus– ein altes Fabrikgebäude aus dem 19. Jahrhundert – ist nur über einen Hinterhof zu erreichen und macht auf den ersten Blick nicht den Eindruck, bewohnt zu sein. Die Pflanzenkübel vor der Tür, wie auch einige recht eigenwillige Skulpturen und Holzmöbel lassen dann doch auf menschliches Leben schließen und ermutigten uns zu klingeln. Nur wenige Sekunden später ein Klicken und Schließen und die Tür öffnet sich. Vor uns steht ein großer, schlaksiger Mann mit rotem Bart und einem breiten Grinsen, der uns überschwänglich begrüßt. Artig stellen auch wir uns vor und folgen ihm treppauf zur Wohnung.

Stuard & coolste Bude weit und breit

Direkt neben der roten schweren Eisentür starrt uns ein riesiges buntes Grafitti mit großen Augen an. Das hätte ein Freund von ihm gemalt, erzählt Stuard, ein internationaler Künstler. Beim Eintreten werden wir sofort von zwei Katzen begrüßt, die sich schnurrend um unsere Knöchel schlängeln. Stuard bietet uns einen Platz auf einem der original englischen Chesterfield Sofas an und fängt an, uns einen Tee zu kochen. Chai aus Indien und Yogitee aus dem Bioladen um die Ecke. Unsere Blicke schweifen durch den Raum und wir wissen garnicht wohin wir als nächstes schauen sollen. Das Zimmer ist vollgestopft mit allem möglichen Kram: Bücher, alte Zeitschriften über Musik und Kunst, ein Spielautomat, Souvenirs aus aller Welt und irgendwas das wohl Kunst sein soll. Die Decke ist mit schweren Holzbalken behangen. Wahnsinn! Wir kommen aus dem Staunen nicht hinaus.

Fast zwei Stunden lang unterhalten wir uns mit Stuard, erzählen von unseren Reisen und lauschen gespannt seinen Geschichten über verrückte und weniger verrückte Gäste die er schon hatte. Er vermietet die Wohnung schon lange und hat unglaublich viel zu erzählen. Menschen aus aller Welt waren schon hier, von super reichen asiatischen Millionärstöchten, über Bergarbeiter und Beamte bis hin zu einer fast 90-jährigen Dame, die während eines Überraschungsbesuches einer Enkelin bei ihm wohnte.

Unser Zimmer befindet sich direkt unterm Dach und ist über eine kleine Treppe zu erreichen. Beim Eintreten räkelt sich die Katze auf der Decke. Auch in den kommenden Tagen bekommen wir noch regelmäßige Kuscheleinheiten von ihr. Das Zimmer ist relativ klein, aber urgemütlich. Da es direkt unterm Dach liegt, ist es oben an einer Seite zum Wohnzimmer offen, sodass wir nach unten ins Wohnzimmer schauen könnten, würden wir uns weit genug vorlehnen. Die hölzerne Umrandung ist geschmückt mit Lichterketten und allerlei Klimbim.

Stroke Newington: Kultur trifft Multikulti 

Später als geplant, geben wir unserem Hunger nach und spazieren noch zu einem nahe gelegenen vegetarischen indischen Restaurant – Eine Empfehlung von Stuard und wohl eines der besten indischen Restaurants, die ich je besucht habe, mit einer Speisekarte, die sich liest wie ein Katalog kulinarischer Kunststücke. Ich bin völlig begeistert. Von allem. Als wir uns in unser Dachbodenbett kuscheln, freue ich mich schon riesig auf morgen.

Die nächsten Tage sind wir mit dem üblichen Touristenprogramm schwer beschäftigt. Stuard versorgt uns darüber hinaus mit coolen Tipps für die besten Flohmärkte, die coolsten Imbisse und Restaurants, schicke Off-Kinos und angesagte Pubs. Wir saugen alles begierig in uns auf. Auch unser Stadtteil, Stroke Newington hat eine Menge zu bieten. Weit ab vom Massentourismus scheint das multikulturelle Ambiente mit seiner bohemian Kaffekultur junge aufgeschlossene Menschen anzuziehen. Hier gibt es unglaublich viele Kaffees, eines schöner als das andere und gut besuchte internationale Restaurants mit Gerichten von denen ich nie zuvor gehört habe. Allein um alles zu probieren worauf ich Lust hätte, bräuchte ich Wochen. Für mich ist klar: Wir kommen wieder! 

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