Anständig essen: Ein Selbstversuch

Anständig Essen, Karen DuveAnständig essen… viele werden damit eine ausgewogene, gesunde und im besten Fall noch diätische Ernährungsweise in Verbindung bringen. Aber Anstand, das bedeutet auch Respekt, Achtsamkeit und Wertschätzung. Karen Duve, selbst einst unbekümmerte Fleischesserin schildert in diesem Buch ihren Weg zu diesem Anstand, der sich nicht nur auf ihre Ernährung beschränkt, sondern auch eine bewusste Lebensweise umfasst, ein ständiges Nachfragen und Nachdenken: Woher stammen die Dinge die ich konsumiere? Wie wurden sie produziert? Warum sind sie so preiswert? An welcher Stelle wurde gespart?

Vom Brathähnchen zum Brokkoli

Karen Duve isst Fleisch, am liebsten Brathähnchen für 1,99 €, schon grillfertig abgepackt aus der Aluschale, die man nur noch 40 Minuten im Ofen erhitzen muss, um sie im Nu und ohne weiteres Zutun in ein leckeres Abendessen zu verwandeln. Einfach und günstig. Eigentlich das perfekte Essen. Oder vielleicht doch nicht?

Karen Duve will es testen. In Anständig Essen schildert sie auf unterhaltsame Weise, wie sie sich in einem Selbstversuch durch verschiedene Ernährungsweisen, angefangen mit Bio, dann vegetarisch, gefolgt von einer veganen Phase bis hin zum Frutarismus durchisst. Erst am Ende trifft sie eine Entscheidung, wie sie sich fortan ernähren möchte und es ist definitiv nicht die Art, die sie sich zu Beginn des Projektes vorgestellt hatte.

In ihrer kurzweiligen Erzählweise schildert sie die ganz alltäglichen Probleme auf dem Weg zur veganen Lebensweise. Es geht um Verzicht und Anstrengung, aber auch um neue Sichtweisen, um Reflektion und Verantwortung. Viele LeserInnen werden sich wiederfinden in den geschilderten Alltagshürden denen ein Veganer nahezu ständig begegnet, denn nicht nur in der Nahrung, auch in Kleidung, Kosmetika, Schuhen, ja sogar dem eigenen Portemonnaie steckt teilweise unverantwortbares Tierleid.

Fazit

Anständig Essen regt zum Nachdenken über die eigene Verantwortung gegenüber fremden Lebens an. Veganer werden ihren Spaß daran haben, viele Situationen aus dem Alltag wiederzuerkennen. Gleichzeitig kann es ihnen helfen zu verstehen, wie schwierig die Umstellung von omnivor auf vegan für einen Fleischesser ist, der es gewohnt ist, sich im Supermarkt ohne viel nachzudenken einfach in den Korb zu packen, worauf er gerade Lust hat.

Vor allem aber ist es ein tolles Buch für Nicht-Veganer und Einsteiger, die viel über die Produktion und Verarbeitung von tierischen Produkten nicht nur in unseren Lebensmitteln, sondern auch alltäglichen Konsumgütern erfahren. Dabei mahnt Frau Duve nie mit erhobenem Zeigefinger, ist nicht missionarisch, sondern gibt viel mehr zu verstehen, dass der Weg zu einem verantwortungsvollen Handeln eben nicht leicht ist vor allem für einen Fleischesser. Manchmal will man sich nicht umständlich erklären müssen vor dem Restaurantkellner, der beim Wort vegan verstört mit den Augen rollt, manchmal hat man eben ganz riesigen Appetit auf ein Steak. Aber will man das? Nach allem was man bis hier erfahren hat? Nein, eigentlich nicht…

Hotel Tonight – Spontan im Hotel übernachten

Vergangenes Wochenende habe ich Urlaub in Berlin gemacht. Es war mein allererster Besuch in unserer schönen Hauptstadt – zumindest als Tourist. Denn wohnen tue ich hier, mit einigen Unterbrechungen, schon mein ganzes Leben. Und es war ein bezaubernger und entspannter Kurztrip, mit dem ich meine Heimatstadt mal mit anderen Augen sehen konnte.

Aber wie kam es dazu?

Hotel buchen mit der Hotel Tonight App

Irgendwann vergangenes Jahr hatte ich mir mal die Hotel Tonight App geladen, um den Willkommensbonus abzustauben. Hotel Tonight bietet Hotelzimmer, meist Restkontingente, zur kurzfristigen Buchung an. Teilweise mit Rabatt. Da ich selten so spontan buche, hatte ich bisher nicht die Möglichkeit, das Angebot zu testen. Bis jetzt. Mein Freund hatte mich zum Valentinstag in ein tolles Restaurant eingeladen. Ich für meinen Teil konnte mich nicht dazu durchringen irgendwelche romantischen Spielereien zu basteln… Statt dessen buchte ich spontan ein Hotelzimmer in der Nähe des Restaurants und plante unseren Miniurlaub im Prenzlberg.

Das coole an der Buchung mit Hotel Tonight, abgesehen vom Willkommensbonus, durch die das Zimmer verhältnismäßig günstig wurde, ist die superschnelle Abwicklung. Normalerweise brauche ich Stunden, um eine Unterkunft zu buchen. Ich rufe unzählige Angebote auf, vergleiche Preise, lese Bewertungen und prüfe Verfügbarkeiten. Klar, man will ja was besonderes. Das schönste Erlebnis zum besten Preis. Hotel Tonight hat aber nur eine sehr begrenzte Auswahl an Hotels – dafür aber sehr hochwertige. Einmal kurz durch die Angebote gescrollt, ein Hotel in der Umgebung des Restaurants ausgewählt – Das Linnen, ein schönes Designhotel im Herzen Prenzlbergs – und in zwei kurzen Schritten gebucht.

Unser Kurztrip nach Berlin

Ohne Gepäck, ohne Sicherheitskontrollen, lange Flugzeiten oder nervige Mitreisende in der Bahn, kamen wir ganz entspannt im Hotel an. Ich war völlig hin und weg vom charmanten industriellen Design des Hauses. Schon beim Betreten der winzigen Bar spürt man sofort, das jedes Element hier mit viel Liebe zum Detail aufwändig platziert ist und genau dort hingehört. Persönlich begrüßt und ganz unbürokratisch ohne Checkin, dürfen wir direkt im zweiten Stock des urberliner Altbaus, der jedem Berliner Wohnungssuchendenfeuchte Träume bescheren würde, unser tolles Zimmer bestaunen. Verwaschene Wände, ein großes altes Ledersofa, ausgefallene Designerlampen und künstlerische Wohnaccessoirs geben ihm einen ganz eigenen Touch. Wir fühlen uns sofort in eine andere Zeit versetzt. Übrigens sind alle Räume des Hotels unterschiedlich designt.

Nachdem wir unser Zimmer ausgiebig bestaunt haben, geht es auch schon los zum Essen. Wir haben einen Tisch reserviert in einem wunderbaren marokkanischen Restaurant am Helmholzplatz. Und obwohl ich den Weg schon unzählige Male gelaufen bin, ist es heute irgendwie anders. Wie beim Flirt mit einer langjährigen Geliebten, entdecke ich ihre liebenswerten Seiten ganz neu und schwelge in einer ganz nostalgisch-romantischen Stimmung. Nach dem Essen besuchen wir noch die legendäre Russendisco im Kaffe Burger. Vollgegessen, ausgetanzt und zufrieden, freuen wir uns, dass wir heute nicht mit der Bahn fahren müssen, sondern alles so schön in Laufnähe ist und flanieren durch unser schönes Berlin zurück zum Hotel. Ich bin wieder ganz verliebt in diese schöne Stadt. Das machen wir sicher wieder :)

Hotel Tonight Banner

Wenn Ihr jetzt auch Lust bekommen habt, könnt Ihr hier die App laden:

Mit dem Gutscheincode SGRENZ erhaltet Ihr außerdem 20€ Startguthaben. Einfach nach der Registrierung auf das kleine Profilsymbol in der oberen linken Ecke klicken und dann zum Menüpunkt Promocode einlösen navigieren. Dort könnt Ihr den Gutschein eingeben und erhaltet den Betrag in Eurem Account gutgeschrieben.

Favela Tour – Rio abseits von Strand und Caipirinha

Brasilien ist gefährlich, sagen Freunde und Bekannte. „Geht in Rio bloß nicht nachts an den Strand. Zu nah an den Favelas.“ Außerdem sollen wir nur das Nötigste bei uns führen. Immer eine abgezählte Summe parat, die wir herausgeben können, falls wir ausgeraubt werden. Mein Reiseführer ist der gleichen Meinung. Gelegenheit macht Diebe. Nichts zeigen, nicht viel mit sich tragen und natürlich nicht allein in die Nähe der Favelas gehen. Nur Mord und Totschlag da. In meinem Kopf zeichnet sich ein Bild von ständig brennenden Hüttendörfern, in denen schwarz gekleidete Männer mit Maschinengewehren wie wild hin und her springen und sich gegenseitig erschießen. Hin und wieder rennt ein verirrter Tourist schreiend durchs Bild – nackt, weil er gerade all seiner Habseligkeiten, inklusive Kleidung beraubt wurde.

Wenn die Verbrecher nicht zu uns kommen…

Nach Tagen in Brasilien wurden wir weder ausgeraubt noch in sonst irgendeiner Weise belästigt. Ich wundere mich ein bisschen über dieses – allen Erzählungen zufolge – für die Brasilianer so untypische Verhalten. Aber es gibt weitere Warnungen. Bloß um Gottes Willen nicht durch die Favelas fahren, wenn wir Sao Paulo auf dem Weg zur Küste mit dem Auto verlassen. Am besten nicht nach dem Navi fahren und vorher einen sicheren Weg zurechtlegen, empfiehlt meine Brasilianische Kollegin mit mütterlich warnendem Blick. Ich bin allerdings kein Freund von Offline-Routenplänen und so halte ich mich todesmutig an die Routenvorschläge meines Navigationssystems. Tatsächlich sind die Autobahnen am Stadtrand zu Teilen von ärmlicheren Häusern gesäumt. Wie mir deren Bewohner allerdings gefährlich werden sollten, ist mir schleierhaft. Ob sie wohl über die Mauern auf die stark befahrene Autobahn vor mein Auto springen, das dann vor lauter Schreck plötzlich stehenbleibt? Und dann fahren sie ihre Spidermanfäden aus, um sich und ihre Diebesbeute zurück über die Autobahn und die angrenzende Mauer hinweg in ihre hochgelegenen Häuser zu ziehen. So oder so ähnlich ergeht es wohl hunderten Touristen täglich in Brasilien.

Inzwischen sind acht weitere Tage vergangen. Nach dem Besuch zweiter beschaulicher friedlicher Inseln, haben wir uns auch in Rio schon ein wenig umgeschaut. Ohne überfallen zu werden. Vor ein paar Tagen hat mein Freund seine Tasche in einem Lokal stehen lassen. Ein aufgeregter Mitarbeiter kam uns zwei Kilometer hinterher gelaufen, um sie uns wiederzugeben. Wo sind nur all die Verbrecher?

Müssen wir eben zu den Verbrechern…

Fast zum Trotz buche ich eine Favela-Tour. Schließlich bin ich bestens vorbereitet und habe meine Opferrolle zur Perfektion geprobt. Ich gehe nicht, ohne nicht mindestens einmal bedroht worden zu sein!

Es handelt sich um eine Walking Tour durch Rocinha, die wohl größte Favela Brasiliens und die zweitgrößte ganz Südamerikas – obwohl man das wegen der verwachsenen Strukturen vieler Favelas so genau auch gar nicht sagen kann. Favela-Touren werden eigentlich von allen größeren Reiseanbietern in Rio angeboten. Wir haben uns speziell diese ausgesucht, da es sich nach Angaben des Veranstalters um eine nicht-invasive Tour handelt. Touristen werden hierbei also nicht wie auf Safari im Bus durch die Armutsviertel gekarrt, um von oben herab die Armen und Ausgestoßenen zu begaffen. Stattdessen laufen wir mit einem lokalen Guide durch die Favela, einmal von ganz oben nach ganz unten und lernen so auch verschiedene Ebenen innerhalb der Favela kennen.

An unserem Treffpunkt an der Copacabana treffen wir Carlos, unseren Tourguide. Er lobt unsere Pünktlichkeit, wir steigen in den Bus ein. Mit uns fährt Laura aus Ecuador. Die nächste halbe Stunde sind wir damit beschäftigt, weitere Mitfahrer einzusammeln. Mir wird klar, warum Carlos uns zuvor gelobt hat. Einige Treffpunkte fahren wir dreimal an, bis sich die Mitfahrer eingefunden haben. Jedes neue Glied der Gruppe wird freudestrahlend von Carlos mit Namen und dem seines Heimatlandes vorgestellt. Als wir vollständig sind, tuckert der Bus mit Ecuador, Deutschland, USA, Israel und Chile vorbei an Ipanema hinauf nach Rocinha. Ecuador und Chile sind allein da, die anderen Länder werden durch Pärchen vertreten. Und die USA haben sogar ein Baby dabei.

In der Favela – Vorurteile vs. Realität

Carlos wohnt selbst in Rocinha und kennt sich bestens aus. In der Favela ist es andersherum. Ganz oben, wo die Aussicht am besten ist, ist es am billigsten. Dort wohnen die Ärmsten. Weiter unten wohnen die „wohlhabenderen Slumbewohner“. Es ist einfach nicht praktisch in einem Gebiet ohne jegliche Infrastruktur hoch oben auf einem Berg zu wohnen. Carlos wohnt auch oben. Nicht weil er es sich nicht leisten könnte, unter zu ziehen. Aber seine zwei Ex-Ehefrauen wohnen am Fuß der Favela. Er geht ihnen lieber aus dem Weg.

Uns zugedreht auf der Vorderbank kniend, erzählt uns Carlos mit einer Mischung aus Begeisterung und Wut die Geschichte der Brasilianischen Favelas bis heute. Es geht um soziale Missstände, um Vernachlässigung ganzer Bevölkerungsgruppen seitens der Regierung, um gesellschaftliche Kluften. Und es geht um Vorurteile. Vorurteile seitens einer verängstigten und Oberschicht, deren Angst vorm unbekannten Nachbarn jahrzehntelange Ausgrenzung und Argwohn schürt. Es geht um eine wohlhabende Filmindustrie, die mit Filmen wie City of Men ein völlig verzerrtes und einseitiges Bild der Favela zeichnet, das nun wie ein Fluch über seinen Bewohnern liegt.

Rocinha ist eine besondere Favela. In einigem besser gestellt, als andere Slums. Hier gibt es eine befestigte Straße bis nach oben. Es ist auch die einzige Favela, in der es eine Bank gibt. Schon seit Jahren. An einigen Stellen ist die Favela sogar ganz hübsch anzuschauen. Für den geplanten Besuch von Amerikas Staatsoberhaupt Präsident Obama wurden vor Jahren dutzende von Häusern abgerissen, um eine breite Straße zu bauen. Die Fassaden der Häuser die diese Straße säumen wurden bunt bemalt. Aber Carlos zeigt uns auch die Rückseiten der Häuser. Die die man nicht im Vorbeifahren sieht. Hier hat sich die Regierung nicht die Mühe gemacht, sie zeugen vom wahren zerfallenen Zustand dieser Behausungen.

Vor allem aber ist Rocinha eine sichere Favela. Genauso wie wohl 95% der weiteren Favelas in Rio und anderen Teilen Brasiliens. Hier springen nicht den ganzen Tag lang wild gewordene Drogenbosse durch die Gegend und erschießen alles, was ihnen vors Gewehr kommt. Generell ist die Drogenkriminalität nicht höher als anderswo. Im Gegenteil. An der Copacabana kämen wir vermutlich schneller und leichter an Drogen, als hier in der Favela. Denn dort leben die Leute, die sich deren Konsum überhaupt erst leisten können. Natürlich gibt es soziale Missstände und Probleme hier. Probleme, die nicht nur von Armut und negativen sozialökonomischen Entwicklungen herrühren, sondern auch von der Angst vor der Favela und der daraus resultierenden Ausgrenzung. Die Menschen der Favela sind friedlich. Sie helfen einander. Es sind zum großen Teil Arbeiter, die tagsüber arbeiten wie jeder andere auch. Deren Lohn aber nicht ausreicht, um die völlig überteuerten Stadtwohnungen zu bezahlen.

Wir laufen weiter bergab und sehen schön aufgehübschte Häuser, deren Geschichte uns Carlos erzählt. Aber er möchte auch die negativen Seiten nicht verschweigen und führt uns auch zu den ärmsten Behausungen, zersetzt von Müll und Ratten. Wir sollen ein realistisches Bild mitnehmen. Wir sollenFotos schießen, die Geschichte der Favela weitererzählen, auf Instagram posten, aufschreiben sagt Carlos. Die Stigmatisierung muss endlich ein Ende haben.

Am Schluss unserer Tour besuchen wir eine lokale Capoeira-Schule. Mit Engelsgeduld, rhythmischer Musik und den breitesten Lächeln Brasiliens, bringen uns die Jungs brasilianische Gesänge und Tanzschritte bei. Uns fehlt die Anmut, aber es macht riesigen Spaß. Ich bin froh, diese einmalige Erfahrung gemacht zu haben, die Tour war großartig. Ich habe das Gefühl, viel gelernt zu haben und kann nur jedem der nach Rio kommt wärmstens empfehlen, das gleiche zu tun! Und lasst Euch nichts einreden. Vorsicht ist gut, Vorurteile nicht…

Falls ihr bei Eurem Besuch in Rio selbst eine Tour machen möchtet, kann ich die Brazil Expedition Walking Tour empfehlen, an der auch wir teilgenommen haben. Die Touren werden in Deutsch, Englisch und 9 weiteren Sprachen angeboten. 

Übrigens gibt es sogar eine ganze Menge Hostels und günstige Unterkünfte in Rocinha und anderen Favelas, die ihr z.B. über Airbnb findet (Einfach in der Suchmaske „Rocinha“ als Ortschaft eingeben).

Eine Nacht in 2.700 Metern Höhe

Morgens aufwachen, mit der Hand sanft eine Wolke beiseite schubsen und die Sonne persönlich begrüßen… und anschließend ein opulentes Frühstück auf Wolke 7! Klingt verdammt verlockend, oder?

Airbnb macht’s möglich und schickt einen glücklichen Gewinner zu einer einmaligen Übernachtung nach Courchevel, Rhône-Alpes in Frankreich. Dort hoch oben in 2.700 Metern schwebt eine luxuriös eingerichtete Seilbahngondel mit einem atemberaubenden Ausblick über die schneebedeckten Alpen bis nach La Saurelie.

Am 6. März ist die Gondel eine unvergessliche Nacht lang für vier Gäste geöffnet. Eine Fahrt auf der Skipiste, leckeres Französisches Essen und erlesene Weine, sowie Hin- und Rückfahrt nach Chourchevel sind im Gewinn inbegriffen.

Um zu gewinnen begebt Euch einfach zum Inserat, wo Ihr alle relevanten Infos nochmal im Detail findet. Klickt auf Kontakt aufnehmen und schreibt in höchstens 100 Wörtern (englisch oder französisch), warum unbedingt Ihr die Übernachtung gewinnen solltet. Teilnahmeschluss ist der 25.02.2014. Prämiert wird der kreativste Beitrag mit Bezug zum Zielort.

  • Um Eure Bewerbung einzureichen geht’s hier zum Inserat.
  • Ihr müsst Euch mit einem gültigen Airbnb-Account einloggen. Wenn Ihr noch keinen habt, registriert Euch vorab mit diesem Link, um für Eure erste Übernachtung 22€ Startguthaben zu erhalten.

Schon in der Vergangenheit hatte Airbnb in einer ähnlichen Aktion einzigartige Übernachtungsträume wahr werden lassen. In einer Werbeaktion von KLM und Airbnb durften ausgewählte Gäste im November letzten Jahres in einem wunderbar gemütlich eingerichteten Flugzeug übernachten. Und so sah das ganze aus:

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Brasilien – Die sexualisierte Gesellschaft

Miss Bum Bum Wahl Brasilien
Jährliche Wahl zur Miss Bum Bum Brasilien.

ARSCHPARADE. Komisches Wort! Ich meine wer sagt das? Ich jedenfalls nicht. Dennoch scheint das Wort jahrelang in den Tiefen meines vokabularischen Gedächtnisses geschlummert zu haben. Mit viel Geduld und Hartnäckigkeit kauerte es geduckt und vergessen jahrelang im Dunklen und wartete auf seinen großen Moment.
Und da ist er nun. Mit Pauken und Trompeten oder korrekter eigentlich mit Tamburinen und Trommeln hat es sich pünktlich zur Ankunft in Brasilien in meinem Kopf ausgebreitet und rülpst vulgär vor sich hin.

Das kommt nicht von ungefähr. Wohin das Auge reicht, wippen Hintern in den verschiedensten Ausführungen aller Farben, Formen und Größen vor mir her. Einige ganz schwungvoll, andere eher lethargisch, pressen sie sich aus den knappen Höschen und Stringbikinis ihrer Besitzerinnen und Besitzer raus an die Freiheit. Kein Gramm hat es hier verdient, versteckt zu werden. „Zeig was du hast“ ist die Devise. Auch mein Brasilianischer Reiseführer rät mir übrigens: „Tragen Sie so wenig wie möglich“.

Meine Augen schwimmen in einem Meer von Hintern, Brüsten, Beinen – dicken, dünnen, alten, jungen, runzligen, verschwitzten, braunen, weißen, haarigen, glatten… Ich weiß nicht recht, was ich davon halten soll. Zum einen finde ich es durchaus richtig und gut, dass sich hier jeder so präsentiert wie er ist, ohne Scham, doch mit einem fast beneidenswerten Selbstverständnis und Stolz.
Wofür eine (nach allgemeinem Maßstab) übergewichtige Frau wahrscheinlich schon mehrfach in der Berliner S-Bahn hinter vorgehaltener Hand kritisiert worden wäre „Wie traut die sich mit so einem Körper in so ein enges Kleid“… ist hier ganz selbstverständlich und eine Vermessenheit dergleichen undenkbar.

Aber das ist nur die halbe Geschichte. Denn immerhin ist Brasilien auch das Land mit den meisten Schönheitsoperationen weltweit. Sao Paolo und Rio de Janeiro sind Hochburgen der plastischen Chirurgie. Eine Kollegin erzählte mir, dass niemand in ihrem Freundeskreis nicht operiert wäre. Brustvergrößerungen, Botox, Muskelimplantate sind hierzulande so banal wie ein Besuch beim Friseur. Das Hin- und Herspritzen von Körperfett – weg von Bauch und Hüfte und rein in den Allerwertesten – gehören hier zum guten Ton. Und tatsächlich sind viele Dekoltees hier eigenartig rund, viele Busen unnatürlich weit oben, und einige Gesichter fast grotesk unnatürlich. Frauen wie Männer präsentieren sich supersexy, nicht nur an den Stränden. Jeder will gefallen. Schon sehr junge Mädchen, kaum erwachsen, tragen schon eindeutige Silokonberge unter ihren knappen bauchfreien Tops vor sich spazieren. Generell ist es völlig normal, dass schon 12-jährige und sogar jüngere Mädchen ihre Körper exzessiv zur Schau stellen. Aufreizend wie Mutti, am Strand im Mini-Stringbikini, das macht auf mich einen sehr befremdlichen Eindruck.

Zeig was Du hast – Nein, so frei finde ich das dann doch nicht. Denn die Freizügigkeit ist hier höchst abhängig von den Blicken anderer und somit alles andere als frei. Schönheits-OPs gelten als therapeutisches Mittel zur Steigerung des Selbstwertes; Wenn selbst schon Kinder eine unnatürliche Körperbetontheit erlernen, wenn das in seinen Augen wichtigste Merkmal eines Mannes sein Waschbrettbauch ist… dann bin ich umso froher über unsere Gesellschaft, in der das Streben nach Selbstverwirklichung größer geschrieben wird, als das nach dem perfekten Aussehen.

Das mit einer simplen Arschfixierung abzutun ist sicher falsch. Denn Brasilien ist auch ein Land mit unverhältnismäßig großem sozialen Gefälle, in dem sozialer und ökonomischer Aufstieg, Bildungs- und Chancengleichheit für die meisten Bürger unerreichbar sind und „nach wie vor auf einer Skala der Hautfarbe abgelesen werden können“*¹ Da wundert es kaum, wenn sich die Prioritäten an eher zugänglichen Werten wie dem eigenen Aussehen orientieren, das man mit kleinen Investitionen – auch auf Raten – nach Belieben modifizieren kann…

Ich schlürfe jetzt noch ein paar Caipirinhas und schaue mir die Arschparade an. Vor mir trainieren angestrengt ein paar muskulöse Jungs an einem der vielen Recks, die die Strandpromenade zäunen. Ich bin froh, dass mein Freund neben mir ganz normal ist. Genauso wie ich es schön finde! 

*¹ Exklusion im Zentrum, S. 116, Eberhard Rotfuß

Schrebergarten kaufen: So geht’s!

Wer das erste Mal mit der Idee spielt, dem inneren Spießer nachzugeben sich einen Kleingarten anzuschaffen, merkt schnell, dass die Suche nach einem passenden Objekt garnicht so einfach ist. Ein wenig gegoogelt, stößt man auf Informationsseiten der Bundesländer, der Bundesverbände für Gartenfreunde oder die der Kleingartenvereine selbst. Und dort ist dann die Rede von Wartelisten, Geduld und Kompromissen. Viele Vereine haben keine freien Kapazitäten, Besitzerwechsel finden nur selten statt und wenn, dann stehen schon 8 andere auf der Warteliste. Da ist die anfängliche Euphorie dann schon etwas gesunken.

Schrebergarten-kaufen

Nun könnte man sich auch als neunter auf die Warteliste setzen lassen. Gefällt den anderen Parteien die freie Parzelle nicht, so kommt man selbst irgendwann an die Reihe. Vielleicht auch erst beim nächsten Mal, beim übernächsten, überübernächsten oder dannach… Und wenn einem das Grundstück dann auch nicht gefällt? Oder die fälligen Baumaßnahmen oder die Ablösesumme finanziellen Rahmen sprengen? Tja, dann heißt es weitere warten.
Lasst Euch nicht beirren. Ganz so schlimm ist es dann auch wieder nicht. Mit ein bisschen System und proaktiver Suche, lässt sich der Traum vom Kleingarten nämlich trotzdem recht schnell umsetzen. Wir brauchten genau 3 Wochen von der Idee zur Unterschrift.

Grundüberlegungen für Euren Schrebergarten

Der erste Schritt auf dem Weg zum eigenen Kleingarten beginnt mit der Formulierung der eigenen Wünsche und Vorstellungen:

  • In welchem Radius soll sich der Garten befinden?
    Seit Ihr wirklich bereit, jedes Wochenende zwei Stunden zu fahren? Bietet ein Kleingarten in direkter Umgebung auch genügend Abwechslung?
  • Wie sieht Euer finanzieller Rahmen aus?
    Die Ablösesumme sollte im Idealfall darunter liegen, denn möglicherweise werdet Ihr auf dem neuen Grundstück in Reparaturen, Geräte, Möbel, etc… investieren müssen.
  • Wie wichtig sind die Größe des Gartens und des Hauses?
    Nach dem neuen Bundeskleingartengesetz dürfen Gartenlauben eine Größe von 24qm nicht überschreiten. Einige vor diesem Beschluss gebaute Häuschen genießen jedoch Bestandsschutz.
  • Gemeinschaftsleben oder privater Rückzugsort?
    Kleingartenanlagen sind in Vereinen organisiert. Viele dieser Vereine pflegen ein enges Gemeinschaftsleben und legen hohen Wert auf aktive Beteiligung. In anderen müsst Ihr Euch über die vorgeschriebene jährliche Vereinsarbeit hinaus nicht weiter engagieren.
  • Wie viel Arbeit möchtet Ihr zu Beginn investieren?
    Mit ein wenig Glück findet Ihr ein schlüsselfertiges kleines Paradies. Wahrscheinlicher ist aber, dass nach der Übernahme noch Arbeiten in gewissem Umfang anfallen.

Offizielle Wartelisten

Seid Ihr Euch über die Grundidee erstmal im Klaren, könnt Ihr Euch auch schon auf die Suche begeben. Ich war überrascht, wie viele Kleingartenverbände es in meiner Wohnortnähe gibt. Ein paar Kolonien, an denen ich hin und wieder vorbeifahre kannte ich zwar, doch bin ich bei meiner Recherche noch auf viele weitere gestoßen. Über die Webseite des Bundesverbandes für Deutsche Gartenfreunde, kommt Ihr zu dem, für Euren Wohnort zuständigen Landesverband. Von dort aus navigiert Ihr weiter. In Berlin wendet man sich direkt an die zuständigen Bezirksverbände. Dort kann man vorsprechen und sich in die Warteliste eintragen lassen. Ihr könnt dort auch teilweise schon Präferenzen zum finanziellen Rahmen, etc… angeben. Seid Ihr in der Liste an obere Stelle gerückt und ein Garten wird frei, so werdet Ihr informiert und könnt diesen besichtigen. Je nach Wohnort, kann der Vergabeprozess eine ganze Weile dauern. Daher empfehle ich Euch, parallel auch im Internet nach Angeboten zu suchen.

Vergabeprozess für Kleingärten

Will ein Pächter seinen Schrebergarten aufgeben, bekommen erst einmal drei Anwärter der Warteliste die Möglichkeit,  diesen zu besichtigen und sich für ihn zu entscheiden. Häufig kommt es aber vor, dass am Ende keiner der drei sich für die Parzelle entscheidet. Das kann von der Ablösesumme über die Beschaffenheit der Laube, anstehende Reparaturen bis hin zu den Nachbarn vielfältige Gründe haben. Irgendwas, das Euch vielleicht nicht so wichtig ist. Nachdem drei Anwärter den Garten abgelehnt haben, darf der Pächter auch eigenständig einen Nachpächter suchen. Und da ist Eure Chance! Denn an dieser Stelle könnt Ihr eigenständig mit dem Pächter in Kontakt treten, unabhängig von irgendwelchen Wartelisten.

Kleinanzeigen: Hier findet Ihr Euren Kleingarten

Wir hatten Glück und wurden über unsere Internetrecherche so schnell fündig, dass wir uns den Weg über die Bezirksverbände sparen konnten. Ich empfehle beides zu versuchen. Lasst Euch für Eure Wunschkolonien eintragen, damit Ihr über freiwerdende Parzellen dort informiert werdet und begebt Euch parallel selbst auf die Suche.

  • eBay Kleinanzeigen
    Gebt einfach euren Wohnort oder Suchradius bei eBay Kleinanzeigen ein und sucht dann nach Begriffen wie „Kleingarten“, „Schrebergarten“, „Datsche“, „Parzelle“ und „KGA“ (Kleingartenanlage)
  • E-Mail Benachrichtigungen
    Richtet Euch Benachrichtigungen ein. Ihr könnt Euch für all Eure Suchwörter E-Mail Benachrichtigungen einrichten. Klickt nach Eingabe Eures Suchwortes auf den kleinen blauen Link oberhalb der Ergebnisse „E-Mail-Benachrichtigung für diese Suche“ und gebt Eure E-Mail Adresse an. Von nun an erfahrt Ihr immer als erste, sowie ein neues Inserat mit Eurem Suchwort veröffentlicht wird und könnt schnell den Anbieter kontaktieren.
  • Vereinswebseiten
    Wenn Ihr die Namen Eurer Wunschanlagen kennt, könnt Ihr diese in Google suchen. Viele verfügen über eigene Webseiten. Einige listen dort sogar freie Parzellen auf. Ruft bei den Vereinen an und fragt persönlich nach. Die Listen sind häufig nicht aktuell. Die Vereinsvorstände wissen am besten, wo bald etwas frei wird und welches Grundstück bisher keinen Mieter gefunden hat.
  • Weitere Inserate
    Hier findet Ihr weitere Anzeigen zum Thema Kleingarten: kleingartenwelt.de und quoka.

Bei uns dauerte es etwa 2 Wochen, bis wir durch unsere Recherche, hauptsächlich über eBay Kleinanzeigen einige Grundstücke ausgemacht hatten, die uns augenscheinlich gefielen. Ursprünglich wollten wir einen Garten ganz in unserer Nähe, um auch unter der Woche schnell mal „raus“ zu können. Dennoch stand auch ein etwas weiter entfernter Garten auf unserer Liste. Je intensiver man sucht, desto mehr kristallisiert sich dann auch heraus, an welchen Stellen man vielleicht noch Abstriche machen muss und wo man eher bereit ist, Kompromisse einzugehen.

Wir legten uns vier  Besichtigungstermine auf einen eiskalten Sonntag im November – Übrigens ist der Winteranfang eine hervorragende Zeit, um sich einen Garten anzuschaffen, da die Nachfrage zu dieser Zeit besonders gering ist. Der erste Kleingarten, den wir an diesem Tag besichtigten war ca. eine Fahrradstunde entfernt und ich fror unterwegs so sehr ein, dass ich schon auf halber Strecke aufgeben und nicht mehr weiterfahren wollte. Eigentlich wollten wir ja eh einen Kleingarten in der Nähe. Zum Glück zwang ich mich dennoch hin. Ich habe mich sofort in den Garten verliebt. Wir waren die ersten, die an diesem Tag zur Besichtigung kamen und da wir sofort Feuer und Flamme waren, versprach uns der Kleingartenvorsitzende auch das Vorzugsrecht des Erstbewerbers, sollten wir uns für den Garten entscheiden. 

Besichtigungen, Kosten und Verhandlungen

Bei Besichtigungen solltet Ihr Euch immer das Schätzprotokoll zeigen lassen, um den Wert der Laube und eventuelle Auflagen zu prüfen. Dort findet ihr nämlich auch Informationen über mögliche anstehende Rückbauten. Wegen Änderungen im Kleingartengesetz dürfen Lauben inzwischen nur 24 qm groß sein. Besteht kein Bestandsschutz oder wurden neben der Laube noch weitere Anbauten gemacht, so müsst Ihr Euch möglicherweise um den Abriss kümmern und das kann kosten. Auch preislich sollte das Protokoll eher als Orientierungsgrundlage helfen. Nicht immer sind alle Posten korrekt aufgeführt und beziffert. Auf dem Protokoll unseres Gartens fehlten beispielsweise die Fenster komplett, welche allesamt so kaputt waren, dass wir sie austauschen mussten. Das ist nicht billig, also haben wir nachverhandelt. Auf einem anderen Protokoll wurde der Abriss des Toilettenhauses bestimmt, weil sich dieses laut Gesetz nicht außerhalb der Laube befinden dürfe. Falls ihr irgendwann mal vorhabt eine Toilette zu besuchen, müssen solche Punkte natürlich berücksichtigt werden.

Schrebergarten-kosten

Letztendlich bestimmt der Vorbesitzer den Preis. Das Schätzprotokoll sollte nur zur Orientierung dienen. Je nach Qualität und Beschaffenheit der Laube liegen die Preise zwischen etwa 2000 und 5000€, können in Ausnahmefällen aber auch weit drüber oder drunter liegen. Da Ihr auch direkt an ihn zahlt, könnt Ihr ihn auch über die Möglichkeit einer Ratenzahlung befragen. Das empfiehlt sich allerdings nur, wenn es nicht allzu viele Bewerber gibt, die bereit sind, sofort zu zahlen. Zusätzlich zur Übernahmesumme, wird beim Abschluss in der Regel noch eine Verwaltungsgebühr fällig. In unserem Fall betrug diese 350€, die wir direkt ans Bezirksamt überweisen mussten.

Regelmäßige Kosten für den Kleingarten

Als Kleingärtner zahlt Ihr eine jährliche Pacht, sowie entsprechende öffentliche Abgaben und Steuern, die sich an der Größe Eures Gartens bemessen. Da ein Garten für jeden Bürger finanziell tragbar sein sollte, sind diese Kosten sehr überschaubar. Dazu kommen Wasser, Strom, Müllabfuhr, Versicherung und der Vereinsbeitrag. Alles in allem können die Kosten, je nach Grundstück und Lage zwischen 350€ und 550€ jährlich liegen. Da es sich, wie gesagt um jährliche Kosten handelt, müsst Ihr diese ggf. nicht gleich bei Übernahme des Grundstücks entledigen, sondern erst am nächsten Fälligkeitsdatum.
Will der Verein eine größere Anschaffung, einen Umbau, kostspielige Feste oder dergleichen durchführen, kann es sein, dass Ihr Euch ebenfalls anteilig an den Kosten beteiligen müsst. Das ist aber eher die Ausnahme und wird immer von den Mitgliedern demokratisch entschieden. In der Regel wird im Kleingartenverein dann doch eher selbst angepackt, was Kosten gering hält.

Drei, zwei eins… meins!

Prinzipiell ist jetzt alles erledigt: Ihr habt Euch mit dem Verkäufer geeinigt, die Verwaltungsgebühr entrichtet, der Vereinsvorstand ist mit Euch einverstanden… und haltet nach der Übergabe beim Bezirksamt endlich die Schlüssel zu Eurem neuen Paradiesgarten in spe in der Hand. Tolles Gefühl, oder? :) Wichtig ist bei der Übergabe, dass Ihr Euch die Versicherungsunterlagen genau anschaut. Ihr könnt zwar die vom Vormieter übernehmen, aber die Konditionen sind nicht unbedingt die besten, vor allem, da manche Verträge schon seit Jahrzehnten existieren und die aufgeführten Summen dadurch nicht mehr zeitgemäß sind. Unsere Versicherung beispielsweise hat eine Deckungssumme von 2500€ – weit unter dem Wert des Häuschens. Schaut da also nochmal genau drauf und lasst das entweder anpassen oder wechselt gleich die Versicherung. Die Feuersozietät bietet zum Beispiel eine Versicherung speziell für Kleingärten an.

So das war’s aber mit Papierkrieg und Monetenzählerei!!! Krone aufsetzen, Zepter äh Harke in die Hand und ab in den Garten, Zucchinis pflanzen, Kirschen vom Baum essen und Mariechenkäfer beobachten.

 

 

20 total ausgefallene Airbnb Unterkünfte in Deutschland

Als Kind habe ich unglaublich gerne Höhlen gebaut. Das Grundgerüst bestand in der Regel aus zwei gegenüberliegenden Stühlen und einem darübergeworfenen Laken. Dieses konnte man dann gemäß aller Regeln des heimischen Höhlenbaus tunen. Mit weiteren Kleinmöbeln, über die sich Decken und alle auffindbaren Stoffe schlangen, wurden Schlösser, Tempel, Kaufmannsläden und unterirdische Labyrinthe gebaut.

Genauso bot mein Kleiderschrank geheime Ecken, die sich wunderbar zu märchenhaften Verstecken ummodeln ließen. Mein großer Traum aber war immer ein Baumhaus, wie die die ich später in den Amerikanischen Filmen sah.

Ich glaube, alle die gerne reisen, spüren sie immer noch hin und wieder in sich: ihre kindlichen Höhlenbauer, ihre neugierigen Architekten geheimer Verliese, ihre romantischen Burgfräulein oder deren Retter. Für all diejenigen, die auch als Erwachsene noch den kleinen Entdecker in sich bewahrt haben, kommen hier 20 einzigartige Unterkünfte bei airbnb in Deutschland, die Ihr Euch auf keine Fall entgehen lassen solltet:

Abgefahrener Vintage Wohnwagenpark Bonn

Wahnsinn, was sich hier in einer alten Lagerhalle im Bonner Stadtteil Dottendorf versteckt: Ein total verrückter Trailerpark mit alten US-Wohnwagen, zwei original Schlafzügen der Deutschen Bahn und sogar einem alten DDR Trabbi. Fantasievoll und bunt mit viel Liebe zum Detail bietet das Team des Basecamps Bonn seinen Besuchern einmalige Übernachtungsmöglichkeiten in einzigartigen, liebevoll gestalteten Vintage Wohnwagen.

Ob Du im bunt geblümten Hippie-Wohnwagen mit psychedelischem Touch, im Barbie-Trailer ganz in pink oder doch lieber im Weltenbummler-Wagen übernachten willst, hier findet jeder Freak seinen stylischen Unterschlupf.

Wenn Ihr Euch doch mal entschließt, Euer ausgeflipptes Kleinod zu verlassen, könnt Ihr gemeinsam mit anderen Gästen, im Aufenthaltsbereich der eigens angelegten Empore, beim Frühstück die bunte Szenerie von oben bestaunen. Ein umfangreiches Ausflugsprogramm und der nahe gelegene Haribo – Fabrikverkauf lassen keine Zeit für Langeweile.

Zum Wohnwagenpark

Original Mongolische Jurte in Niedersachsen

Alle Fans der Geschichte des weinenden Kamels, können in dieser mongolischen Jurte den traditionellen Lebensstil der mongolischen Nomaden in der Wüste nachempfinden.

Die Jurte und ihre Ausstattung sind dafür ausgelegt, auf engstem Raum, der gesamten Familie in widrigen klimatischen Verhältnissen Komfort und Platz für das alltägliche Leben zu geben. Sie spiegelt in ihrer Einrichtung die soziale und die spirituelle Ordnung der in ihr lebenden Menschen wider.

Inmitten von Obstbäumen im ländlichen Stade, könnt Ihr mit der ganzen Familie bei der kuscheligen Wärme des Kamins die einzigartige Atmosphäre dieser fremden Kultur spüren.

Zur Mongolischen Jurte

Romantisches Hausboot in Berlin

Von den warmen Sonnenstrahlen geweckt zu werden, die sich an einem Frühlingsmorgen ihren Weg durch die Bullaugen Eures Hausbootes in das große weiße Ehebett suchen… Und dann am kuschligen Kamin Croissants essen und Milchkaffee trinken… Was könnte es romantischeres geben?

Ich bin ganz verzaubert von diesem rustikalen kleinen Schatz, versteckt in einer grünen Oase mitten im Zentrum Berlins.

Zum Hausboot

Klein aber oho: Übernachten in einem Minicooper, NRW

Über 50 Jahre ist es her, dass der in Belfast geborene Rennfahrer Paddy Hopkirk mit seinem Morris Mini Cooper „S“ beim Rennen von Montecarlo als absoluter Außenseiter einen legendären Sieg landete. Durch seinen optimierten Motor und seine Ausdauer behauptete sich der „Kleine“ gegen alle Konkurrenten – große Ford Falcons mit V8 Mototen.

Auch die Beatles trugen dazu bei, dass der Mini Cooper über die Grenzen des Vereinigten Königreichs hinaus zum echten Kultauto avancierte. Von Ihrem Manager Brian Epstein bekamen 1966 alle 4 Bandmitglieder einen Mini Cooper geschenkt. Besondere Berühmtheit erlangte der von Leadgitarrist George Harrison, wegen seines psychedelischen Designs .

Im Landhotel Bevern zwischen Münster und Osnabrück könnt Ihr den Siegerduft des Britischen Wunderautos schnuppern! Ladet Euren MP3-Player voll mit Beatles-Songs und taucht ein in die wilden Sechziger Großbritanniens.

Zum Mini Cooper

Herrschaftliches Schloss in Sachsen

Einmal hausen wie echte Könige – diesen Traum könnt Ihr Euch im Sächsischen Schloss Röhrsdorf erfüllen. Zum Schnäppchenpreis von nur 36€ könnt Ihr Euch in dem Landschloss aus dem 14. Jahrhundert fühlen wie spätmittelalterliche Adlige.

Nur 5 Autominuten von Dresden entfernt, könnt Ihr tagsüber die wunderbare Kunst und Kulturstadt mit ihren zahlreichen architektonisch interessanten Bauwerken aus verschiedenen Epochen und einer reichen Kunstszene besuchen. Mit einer edlen Flasche Wein lässt sich der Abend auf dem Schloss herrschaftlich ausklingen, bevor alle Prinzen und Prinzessinnen in ihre Gemächer verschwinden.

Das Schloss wird von einer Künstlerkommune betrieben und beherbergt weitere Zimmer, sowie Ton- und Musikstudios, die auf Anfrage von Musikern genutzt werden können.

Zum Schloss

Zauberhaftes Gartenhaus, Brandenburg

Dieser versteckte kleine Schatz hat es mir wegen seines rustikalen Charmes und seiner geradezu märchenhaften Aura besonders angetan. Die „grüne Villa“ ist ein Holzhaus aus DDR Zeiten und liegt an auf einem Wassergrundstück an der Brandenburgischen Havel in Ketzin.

Einfach und naturnah duscht man hier nur kalt oder springt einfach direkt in die Havel. Tagsüber kann man sich auf der Terrasse oder in den Garten lümmeln, die Zeit genießen, kreativ sein, Lesen und den Gedanken nachhängen. Kinder haben ihren ganz eigenen Spaß beim Ponyreiten im nahe gelegenen Dorf Paretz. Abends macht man es sich am besten mit Freunden und Familie am Lagerfeuer gemütlich und schaut den vorbeifahrenden Schiffen hinterher, während man sich an die alten Ferienlagerlieder erinnert. Einfach zauberhaft.

Zum Gartenhäuschen

Afghanische Turkmenenjurte in Nürnberg

Was tun gegen Fernweh? Na klar, eine ordentliche Portion fremdländische Kultur für gleich auf die Hand. In dieser liebevoll ausgestatteten Turkmenischen Jurte könnt Ihr dem Alltag entfliehen, ohne Internet und modernen Schnickschnack mal so richtig entspannen und von fremden Welten träumen. Alle Details wurden liebevoll auf Reisen ausgesucht, das Indische Futon-Bett mit seinem wunderbaren Betthimmel lässt Eure Gedanken in weit entfernte Welten schweifen.

Zur Turkmenenjurte

Skurriles Erdloch in Stuttgart

Definitiv das sonderbarste Inserat dieser Liste… Das ist nur was für total abgedroschene Abenteurer (und für Maulwürfe).

Laut Beschreibung fehlen der sandigen Untergrundbehausung sowohl Dach, als auch Raum :D Nichts für Mimosen wie mich. Aber schickt mir unbedingt ein Foto, wenn Ihr dort absteigt!

Das Inserat wurde inzwischen deaktiviert.

Künstlergalerie in Berlin

„Du bist verrückt mein Kind, du musst nach Berlin“, sagt eine populäre Umdichtung des Textes eines Duetts aus Suppés Operette Fatinitza von 1876. Na dann aber bitte in eine ebenso verrückte Wohnung ins Zentrum der kulturellen Alternativszene in Kreuzberg 36!

Wenn Ihr also mal wieder den Wahnsinn in Euch aufsteigen spürt, kauft Euch ein Zugticket und ab geht es in diese herrliche Kiezwohnung in der Kreuzberger Galerie Crystal Ball, die aussieht wie das Ergebnis einer heftigen Kreativitätsexplosion.

Zur Künstlergalerie

Szeniges Ladenkino Berlin

Kreuzberg wäre nicht was es ist, ohne seine reichhaltige alternative Kunst- und Musikszene, seine Bars im shabby Look und seine Offkinos. Und so überrascht es nicht, dass sich eine weitere spektakuläre Location, direkt gegenüber der Galerie Crystal Ball in unsere Liste reiht.

Das Doppelzimmer „Fassbinder Alexanderplatz“ ist geschmückt mit unzähligen Bildern der Literaturverfilmung Alfred Döblins „Berlin Alexanderplatz“ durch Rainer Werner Fassbinder. Die Ladenwohnung zeigt wechselnde Ausstellungen und im Hauseigenen Kinokeller finden regelmäßige Filmvorführungen statt. Gegen eine kleine Gebühr könnt Ihr Eure Lieblingsdvds mitbringen und in intimer Atmosphäre auf der Kinoleinwand ansehen.

Zum Ladenkino

Das Goldzimmer der Pension Berlin bietet alleinreisenden Berlinentdeckern Unterschlupf.

Prinzessin Lillyfee Zimmer in NRW

Achtung nur für Mädchen: Das Lillyfee Prinzessinenzimmer. Im gleichen Hotel wie unser flippiges Mini Cooper Bett befindet sich auch diese extravagante Räumlichkeit. Kleine Prinzessinnen, Feen und Elfen werden ihre wahre Freude an diesem liebevoll gestalteten Mädchentraum in blassrosa haben.

Psssst: Auch größere Damen, die noch einmal in rosaroten Prinzessinnenträumen ihrer Kindheit schwelgen möchten, dürfen in diesem Märchenzimmer übernachten. Die Jungs schickt Ihr derweil einfach in’s Bierfass-Zimmer.

Zum Lillyfee-Zimmer

Echtes DDR Zimmer, Berlin

Alle, die das Ostberlin der 70 und 80er Jahre nochmal hautnah erleben wollen, begeben sich jetz bitte ohne Umwege nach Berlin, schmeißen den Fluxkompensator ihrer Zeitmaschine an und drehen das Datum um etwa 40 Jahre zurück. In der Stalinalle in den Wohnblöcken im typischen „Zuckerbäckerstil“ des sozialistischen Klassizismus aus den 1950 Jahren, befindet sich diese flippige Wohnung im poppig bunten DDR Stil.

Genossen und Genossinnen, Jungpioniere und Helden der Arbeit können am heimischen MuFuTi Erichs Krönung aus Mitropa Tassen schlürfen und in der Zeit zurückreisen. Ohne Ausreiseantrag könnt Ihr Euch im lebendigen Stadtteil Friedrichshain der lebendigen Musik- und Partyszene anschließen und von dort aus rüber zum Klassenfeind nach Kreuzberg schlendern.

Aber Obacht: Westfernsehen bleibt bitte aus!

Zur DDR Wohnung

Rustikale Hütte in alter Textilfabrik, Konstanz

WOW! Das ist wie im Urlaub „Urlaub spielen“.

In einer alten Textilfabrik in Konstanz am Bodensee haben ein paar Künstler dieses super flippige kleine Hüttendorf errichtet. Seither liegen hier liebevoll gestaltete Wohnträume, jeder in seinem eigenen unverwechselbaren Design: Eine hölzerne Waldhütte mit angebauter kleiner Kinderhütte, eine Slumhütte deluxe, eine griechische Stockbetthütte für Getrenntschläfer sowie eine große Nordafrikafamilienhütte mit 2 Schlafzimmern und großen Doppelbetten.

Auf dem kleinen Vorplatz der Hütte könnt Ihr Euch es beim Frühstück mit einem guten Buch oder Eurem Laptop gemütlich machen. Das Frühstück ist im Preis inbegriffen und kann selbst in der Küche zubereitet werden. Anschließend geht es ab unter die Tropenduschen, bevor Ihr die schöne Umgebung mit Ihren Wiesen, Weihern, Flüssen und Wäldern erkundet oder einen der nahen Golf- oder Grillplätze erkundet.

Zum Hüttendorf

Ehemaliges Gefängnis, Berlin

Gehen Sie direkt ins Gefängnis, gehen Sie nicht über Los. Ziehen sie nicht 4000€ ein. In diesem sanierten Berliner Gefängnis im Bezirk Rummelsburg könnt Ihr und Eure Knastbrüder echte Gefängnisluft schnuppern. Die insgesamt 5 Einzelzellen sind mit einem Bett, Dusche und WC ausgestattet. In der Freistunde könnt Ihr Euch im Flur, im Garten oder in der Kaffeeküche auf ein Schwätzchen mit den Mitinsassen treffen. In Absprache mit den Vollzugsbeamten können auch der Gemeinschaftsraum und die Küche im Keller genutzt werden.

Der Bezirk Rummelsburg beherrbergt zwei legendäre Berliner Partylocations: Das Sissyphos und die Rummelsbucht, die vor allem im Sommer – auch tagsüber – schöne Open Airs am eigenen Spreestrand veranstaltet. Angrenzend an den Szenebezirk Friedrichshain seid Ihr außerdem mit der Straßennbahn in 15 Minuten im östlichen Zentrum Berlins mit seinen vielen Bars und Clubs rund um die Warschauer Straße.

Zum Gefängnis

 

Kompletter Bauernhof in Brandenburg

Kennt Ihr dieses grummelige kleine Biest namens Stress, das sich besonders während eines langen Arbeitstages in Euer Gehirn einnistet und Euch am laufenden Band gängelt, während es heftig meckernd Hektik verbreitet? Und wisst Ihr auch, wie man es blitzschnell los wird? Mit folgendem simplen Schlachtplan:

  • Freies Wochenende aussuchen
  • Freunde und Familie zusammentrommeln
  • Zusammen auf einen riesigen Bauernhof nach Brandenburg fahren
  • Schafe streicheln, Grillen, am See relaxen und eine wunderbare Zeit verbringen

Et voila! Für die nächsten 3 Wochen seid Ihr erstmal immun gegen das Stresstier. Das befällt jetzt nur noch Eure Kollegen.

Zum Bauernhof

Gegen den kleinen Stress zwischendurch -wenn Ihr nicht den ganzen Hof mieten wollt – könnt Ihr übrigens auch einfach ein Bett im Heuboden für schlappe 10€ hier mieten.

Übernachten in einem Fass, Hamburg Hafen

Für alle die kein Fass aufmachen, sondern lieber darin schlafen wollen, liegt im Hamburger Hafen diese charmante und ungewöhnliche Unterkunft. Das einfache Holzfass bietet zwar keinen großen Luxus, dafür aber genug Intimität, um es Euch mit Eurem Schatzi so richtig gemütlich zu machen.

Zwei bis drei Personen finden hier Platz zum Schlafen. Vorn befindet sich ein kleiner Aufenthaltsbereich mit einem Tisch. Für Euer leibliches Wohl ist ebenfalls gesorgt. Frühstück, Mittagessen, Snacks und natürlich schönes kaltes Alster-Bier bekommt Ihr in der liebevoll gestalteten ,,Klönstuv,,.

Zum Fass

Altertümlicher Mittelaltermarkt an der Ostsee

Euch reichen nicht ein paar Jahrzehnte, um in der Zeit zurückreisen? Eure Abenteuerlust treibt Euch weiter zurück? Dann schmeißt nochmal Euren Fluxkompensator an und dreht die Zeiger der Zeitmaschine auf das späte 11. Jahrhundert in die Zeit der Ritter und Burgfräuleins, des Minnegesangs und des Zunftwesens.

Und hier ist wo Ihr landet: Auf dem Mittelatermarkt in Dierhagen an der Ostsee könnt Ihr mit anderen Rittern, Knappen und Damen das Bogenschießen und Axt Werfen erlernen. Oder Ihr versucht Euch an der Kunst des Filzens, Buchbindens und Jonglierens. Ihr nehmt an gefährlichen Rittertournieren teil, lauscht zu den aufregenden Minnegesängen und lasst Euch von der Feuershow bezaubern.

Ihr könnt Euch eines der Ritterzelte mit anderen Gästen teilen oder mit Eurem eigenen Zelt anreisen. Für Speis und Trank ist selbstverständlich gesorgt.

Zum Mittelaltermarkt

Wellness-Oase Dresden

Wir schalten mal einen Gang runter, nehmen eine Portion Ausgeflipptheit weg und packen dafür ne große Schippe Enspannung pur obendrauf. Und zum Vorschein kommt dieses wunderbare Desginzimmer mit kostenlosem Zugang zum hauseigenen Wellnesstempel mit Finnischer Sauna und Kneipp-Bad im historischen Sandstein-Gewölbe.

Perfekt um einem grauen Winterwochenende zu trotzen und Euch mal nach allen Regeln der Kunst zu verwöhnen!

Zur Wellness-Oase

Zirkuswagen in Regensburg

Ohne lange zu schwafeln, zitiere ich einfach mal eine der unzähligen begeisterten Bewertungen, dieser malerischen kleinen Unterkunft in einem echten Zirkuswagen:

„Eine der süßesten und außergewöhnlichsten Unterkünfte die ich je gebucht habe.
Ein uralter Zirkuswagen mit seinen geheimen Geschichten der Vergangenheit – jetzt wieder (dank Max) zu abenteuerlichem Leben erwacht. Mit viel Liebe fürs Detail umgesetzt.
Das selbe kann ich nur über die Gastgeber wiedergeben… Sehr liebevoll und dabei so charmant unaufdringlich .
Vielen Dank für den wunderschönen Aufenthalt

Christian“ Oktober 2014

Zum Zirkuswagen

Exzentrisches Designloft in Berlin Kreuzberg

Die kahlen rohen Wände, die selbstgebauten Möbel aus Ästen und Bäumen, die handverlesenen Accessoires aus natürlichen Materialen im sanft einfallenden Sonnenlicht legen einen märchenhaften Schleier über diese Kreuzberger Wohnung. Hier ist etwas ganz besonderes entstanden. Ein Ort der Inspiration in einer der pulsierensten Städte Europas. Willkommen in Berlin, willkommen woanders!

Zum Designloft

Airbnb Erfahrungen – weltweit zu Hause fühlen

Für mich persönlich ist Airbnb eine der genialsten Ideen, die der Reisemarkt in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Mit großem Potenzial die Hotelbranche ordentlich aufzumischen und die Art wie wir zukünftig reisen werden komplett zu verändern – auf positive Art.

Geiz ist… wohl doch nicht ganz so geil

Dabei war meine erste Erfahrung mit so einer privaten Unterkunft tatsächlich alles andere als berauschend. Damals bin ich übers Wochenende nach Barcelona gereist und hatte im Vorfeld über Wimdu -ein Airbnb Konkurrenzportal – ein Zimmer gemietet. Auf dem Foto war nur ein Bett abgebildet, das Zimmer kostete 8€. Naja und so war es dann auch. Ein winziges Zimmer ohne Fenster, in das nur ein Bett passte. Meinen Koffer musste ich darunter schieben, weil ich sonst die Tür nicht schließen konnte. Und auch die Ankunft habe ich ziemlich unschön in Erinnerung. Meine Vermieter waren garnicht da, statt dessen öffneten mir ein paar andere Touristen die dort untergekommen waren und erzählten mir, es gäbe kein freies Zimmer. Ein Anruf bei der Vermieterin klärte das zwar auf, doch den Schreck hätte ich mir auch ersparen können. Und dennoch: Ich habe für 24€ ein ganzes Wochenende in Barcelona gewohnt, mitten im Zentrum. Da ich allein war, störte mich der fehlende Komfort des Zimmers auch nicht wirklich, schließlich war ich eh die meiste Zeit unterwegs. Küche, Bad und Aufenthaltsraum konnte ich ja auch mitnutzen. Alles in allem war die Unterkunft für den Preis durchaus ok. Wer vor allem günstig reisen will, der findet auf Plattformen wie Airbnb und Wimdu durchaus entsprechende Angebote. 8€ ist einfach extrem günstig. Und wer auch etwas tiefer in den Geldbeutel greift, kann schon richtig schöne Zimmer und Appartements mieten, die meist noch weit unter den örtlichen Hotelpreisen liegen.

Ich gab der Sache noch eine Chance, korrigierte mein Budget ein wenig nach oben und begab mich auf die Suche nach einer schönen Unterkunft. Und es hat sich gelohnt. Bei der kommenden Buchung, sowie auch jeder weiteren danach, wurden meine Erwartungen weit übertroffen.

London: Wohnen in einer alten Backfabrik

Wer die Wahl hat…

Da mein Freund von seinem Freundeskreis zum Geburtstag einen Reisegutschein zum Geburtstag bekam, einigten wir uns darauf, dass ich einen kleinen Wochenendausflug für uns organisiere. Den Ort durfte ich aussuchen und er sollte ihn erst bei Abflug erfahren. Ich lotete alle Optionen aus und entschied mich für London. Mit Ryanair kaufte ich Flüge zum Spottpreis. Nun fehlte noch die passende Unterkunft. Zuerst googelte ich nach günstigen Hotelangeboten, gab aber schnell auf. Ich hätte entweder erhebliche Abstriche in Bezug auf Lage und Komfort machen oder einen ziemlich happigen Preis berappen müssen.

Auf Airbnb hingegen wurde ich schnell fündig. Nach Angabe des Reisezeitraums und des finanziellen Rahmens konnte ich aus einer schier unerschöpflichen Fülle zentraler und schicker Wohnmöglichkeiten auswählen, jede mit ihrem eigenen individuellen Charme. Mein Freund hatte Airbnb noch nie zuvor genutzt. Ich wollte ihn überzeugen. Also war es mir wichtig, eine ganz spezielle Unterkunft zu finden. Ich konnte mich kaum entscheiden. Ein Appartement schöner als das andere…

Meine erste Anfrage wurde abgelehnt. Das passiert hin und wieder. Also suchte ich erneut und stieß auf ein atemberaubendes Fabrikloft in industriellem shabby Look. Das war es!! Ich hatte mich sofort in die Bude verliebt. Sie sah mindestens genauso extravagant aus, wie ihr Vermieter Stuard mit seinem dicken roten Rauschebart. In den Bewertungen überschlugen sich die Gäste mit Komplimenten, was mich endgültig überzeugte. Ich buchte und binnen einiger Stunden wurde meine Anfrage angenommen.

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Airbnb Fabrikloft London

Londoner Airbnb Erfahrung: Voller Erfolg!

Dank der detaillierten Wegbeschreibung, die wir im Vorfeld von Stuard erhalten hatten, stehen wir nach einer längeren aber komplikationsfreien Busfahrt eine halbe Stunde zu früh vor Stuards Tür. Das Haus– ein altes Fabrikgebäude aus dem 19. Jahrhundert – ist nur über einen Hinterhof zu erreichen und macht auf den ersten Blick nicht den Eindruck, bewohnt zu sein. Die Pflanzenkübel vor der Tür, wie auch einige recht eigenwillige Skulpturen und Holzmöbel lassen dann doch auf menschliches Leben schließen und ermutigten uns zu klingeln. Nur wenige Sekunden später ein Klicken und Schließen und die Tür öffnet sich. Vor uns steht ein großer, schlaksiger Mann mit rotem Bart und einem breiten Grinsen, der uns überschwänglich begrüßt. Artig stellen auch wir uns vor und folgen ihm treppauf zur Wohnung.

Stuard & coolste Bude weit und breit

Direkt neben der roten schweren Eisentür starrt uns ein riesiges buntes Grafitti mit großen Augen an. Das hätte ein Freund von ihm gemalt, erzählt Stuard, ein internationaler Künstler. Beim Eintreten werden wir sofort von zwei Katzen begrüßt, die sich schnurrend um unsere Knöchel schlängeln. Stuard bietet uns einen Platz auf einem der original englischen Chesterfield Sofas an und fängt an, uns einen Tee zu kochen. Chai aus Indien und Yogitee aus dem Bioladen um die Ecke. Unsere Blicke schweifen durch den Raum und wir wissen garnicht wohin wir als nächstes schauen sollen. Das Zimmer ist vollgestopft mit allem möglichen Kram: Bücher, alte Zeitschriften über Musik und Kunst, ein Spielautomat, Souvenirs aus aller Welt und irgendwas das wohl Kunst sein soll. Die Decke ist mit schweren Holzbalken behangen. Wahnsinn! Wir kommen aus dem Staunen nicht hinaus.

Fast zwei Stunden lang unterhalten wir uns mit Stuard, erzählen von unseren Reisen und lauschen gespannt seinen Geschichten über verrückte und weniger verrückte Gäste die er schon hatte. Er vermietet die Wohnung schon lange und hat unglaublich viel zu erzählen. Menschen aus aller Welt waren schon hier, von super reichen asiatischen Millionärstöchten, über Bergarbeiter und Beamte bis hin zu einer fast 90-jährigen Dame, die während eines Überraschungsbesuches einer Enkelin bei ihm wohnte.

Unser Zimmer befindet sich direkt unterm Dach und ist über eine kleine Treppe zu erreichen. Beim Eintreten räkelt sich die Katze auf der Decke. Auch in den kommenden Tagen bekommen wir noch regelmäßige Kuscheleinheiten von ihr. Das Zimmer ist relativ klein, aber urgemütlich. Da es direkt unterm Dach liegt, ist es oben an einer Seite zum Wohnzimmer offen, sodass wir nach unten ins Wohnzimmer schauen könnten, würden wir uns weit genug vorlehnen. Die hölzerne Umrandung ist geschmückt mit Lichterketten und allerlei Klimbim.

Stroke Newington: Kultur trifft Multikulti 

Später als geplant, geben wir unserem Hunger nach und spazieren noch zu einem nahe gelegenen vegetarischen indischen Restaurant – Eine Empfehlung von Stuard und wohl eines der besten indischen Restaurants, die ich je besucht habe, mit einer Speisekarte, die sich liest wie ein Katalog kulinarischer Kunststücke. Ich bin völlig begeistert. Von allem. Als wir uns in unser Dachbodenbett kuscheln, freue ich mich schon riesig auf morgen.

Die nächsten Tage sind wir mit dem üblichen Touristenprogramm schwer beschäftigt. Stuard versorgt uns darüber hinaus mit coolen Tipps für die besten Flohmärkte, die coolsten Imbisse und Restaurants, schicke Off-Kinos und angesagte Pubs. Wir saugen alles begierig in uns auf. Auch unser Stadtteil, Stroke Newington hat eine Menge zu bieten. Weit ab vom Massentourismus scheint das multikulturelle Ambiente mit seiner bohemian Kaffekultur junge aufgeschlossene Menschen anzuziehen. Hier gibt es unglaublich viele Kaffees, eines schöner als das andere und gut besuchte internationale Restaurants mit Gerichten von denen ich nie zuvor gehört habe. Allein um alles zu probieren worauf ich Lust hätte, bräuchte ich Wochen. Für mich ist klar: Wir kommen wieder! 

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Was ist Schnee? – Fragen vom anderen Ende der Welt

Wie beschreibt man Schnee? Jemandem, der die unbarmherzige Kälte eines grauen Frühwintertages nicht kennt? Jemandem, der nie diese Taubheit gespürt hat, die sich bei einem Winterspatziergang tückisch in unsere Finger schleicht und das wohlige Behagen, sie unter dem warmen Licht der Glühlampe an einer Tasse Kakao endlich aufzuwärmen? 
Als ich in Malawi mit Ngema, unserem Bootsführer auf Deck sitze und mich mit ihm unterhalte, wird mir klar, wie unterschiedlich unsere Lebensräume doch sind, unsere Sicht auf die Welt, unsere Erfahrungen. Es ist absolut beeindruckend. Ja und wie beschreibt man Schnee nun?

Ngema will nach Deutschland. Oder Amerika. Dort geht es den Menschen gut. Sie haben viel Geld, um ihre Familie zu ernähren, denn sie arbeiten in Büros an Computern, manche haben sogar ein Auto. Sie kleiden sich elegant. Ngema lebt in Malawi. An einem der schönsten und zugleich ärmsten Orte der Welt, besitzt er eine 3×3 qm Hütte – ein Zimmer, keine Toilette – die er mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter bewohnt. In seinem Dorf, das noch rund 60 weitere Einwohner zählt, gehöhrt er zu den wenigen die Arbeit haben. 50 -60 Stunden die Woche arbeitet er auf der naheliegenden Cottage – einer idyllischen Apartmentsiedlung für Abenteuertouristen – als Bootsführer, Schnorchellehrer, Handwerker, Kellner und was sonst noch so anfällt. Die Anlage ist durch einen Zaun vom Dorf getrennt. Seine Tochter darf hier nicht rein. Es ist nicht gewünscht, dass die einheimischen Kinder mit denen der Touristen spielen. Den Job hat Ngema schon seit die Anlage eröffnet hat. Es war seine erste Arbeit als junger Mann und er hofft, sie noch lange zu behalten. Es gibt hier nichts anderes. Das Dorf lebt von den Einkünften der Jungs, die dort arbeiten. Ngema ist 28. Er hat sein Dorf noch nie verlassen. Aber sein Freund ist schonmal mit dem Bus in die Stadt gefahren. Leider ist das sehr teuer. Die meisten können sich die Fahrt nicht leisten, obwohl sie umgerechnet nur einige Cent kostet. Einen Fernseher gibt es nicht im Dorf. Alles ist sehr einfach. Die Hauptnahrung Maisbrei gibt es zu allen dre Tageszeiten. Manchmal mit kleinen Fischen aus dem See, die schmecken köstlich. Ngemas Frau bereitet das Essen in der Hütte zu. Ich bin natürlich eingeladen, sie mal zu besuchen. Als Gast würde ich den größten Fisch bekommen, verspricht Ngema, wenn es welchen gibt.
Ngema will alles wissen über Deutschland. Das Land, wo die zufriedenen dicken Alten herkommen, die so gerne essen und dann Magenprobleme bekommen. Und wo die schönen blonden Mädchen wohnen, die sich ganz ungeniert in ihren knappen Bikinis mit ihren flachen Minicomputern in den Sonnenliegen bräunen. Er will nach Frankfurt, das hat er schon häufig von den Touristen gehört – eine reiche Stadt, es muss paradiesisch dort sein.
Erstaunen macht sich in seinem verträumten Blick breit, als ich ihm erzähle, dass Frankfurt das Gegenteil, eigentlich ziemlich grau und hässlich sei. Reich? Definitiv. Ja! Für Ngemas Verständnis wäre selbst ein Harz4 Empfänger reich – kostenlose medizinische Grundversorgung, Fernseher, Küchenzeile – für ihn undenkbar. Aber ein Auto erkläre ich, das kann sich längst nicht jeder leisten. Viele nutzen öffentliche Verkehrsmittel, also Busse und Bahnen. Nun erkläre ich Ngema das Konzept einer Eisenbahn – er hat das schonmal gesehen, in irgendeinem Buch in der Bibliothek in der Lobby. Ich erzähle, dass bei uns kaum Früchte wachsen, man muss sie im Supermarkt kaufen. Auch ein eigenes Haus hat längst nicht jeder, berichte ich. Die meisten Menschen, vor allem in den Städten wohnen in kleineren Wohnungen in mehrstöckigen Häusern, die viele dieser Wohnungen beherrbergen. Ich weiss nicht, wie viel Ngema davon wirklich versteht, was er sich vorstellen kann. Es fällt mir schwer, mich in jemanden hineinzuversetzen, der nie etwas anderes gesehen hat, als sein kleines Dorf, der sich völlig unbelastet von Fernsehen und Medien eine so reine kindliche Naivität bewahrt hat. Er nickt und will mehr wissen.

Im Winter erzähle ich, ist es sehr sehr kalt in Deutschland. Ja das kennt er. Im Juni / Juli wäre es hier auch manchmal so kalt, vor allem morgens wenn man aufsteht, da müsse er sich dann immer einen dicken Pullover überziehen. Unsere Sommermonate sind hier die kalte Jahreszeit. Es kühlt dann auf etwa 23 Grad Celsius ab. Ich schätze unter 15 Grad fallen die Temperaturen auch nachts nicht, hier am See. Ich erkläre, dass Deutschland noch viel viel kälter sei. Dort ziehen die Menschen nicht einen, sondern gleich mehrere Pullover an. Und Mäntel darüber. Aus Tierfellen fragt Ngema? Die Frage überrascht mich. Ja, tatsächlich, einige sind aus Tierfellen, andere nicht. Und wenn es sehr kalt ist und Schnee liegt, tragen wir Handschuhe, Schals und Mützen. Manchmal fällt sogar Schnee. Handschuhe, naja das sind halt Schuhe, nein, eher wie Pullover für die Hände. Schal und Mütze sind Kleidungsstücke, die Kopf und Hals vor Kälte schützen sollen. „Und was ist Schnee? Wie fühlt sich das an?“ fragt Ngema? Ich bin baff. Wie soll ich das erklären? In einem Land wo Durchschnittstemperaturen von 30 Grad Celsius herrschen? „Naja..“ sage ich „zuerst mal ist er weiss. Schnee fällt vom Himmel und legt sich als weisse Schicht übers Land. Es ist der Regen der seine Form verändert, wenn es zu kalt wird und dann zu winzig kleinen Eiskristallen wird. Es wird dann so kalt, dass man seinen eigenen Atem als Wolke sehen kann, weil er wärmer ist als die Luft. Und die Finger werden ein bisschen taub, wenn man keine Handschuhe trägt. Unter 0 Grad Celsius muss es sein, damit das passiert. Das ist die Temparaturgrenze bei der Regen zu Schnee wird und bei der Wasser gefriert, also fest wird. So fest, dass man manchmal darauf laufen kann füge ich hinzu, als ich Ngemas verständnislosen Blick sehe. Und dann habe ich eine Idee. „Ihr habt doch sicher einen Kühlschrank an der Bar, indem die Getränke lagern?“ Innen am Rand, da hast du bestimmt schonmal eine kalte weisse Schicht entdeckt, die du abkratzen kannst? Naja, in etwa so ist Schnee.“ „Unfassbar! So kalt ist es bei Euch? Wie im Kühlschrank?“ fragt er mit echtem Erstaunen. „Naja“ erwiedere ich „manchmal schon.“ „Aber wenn es so kalt ist und alle Leute dicke Jacken tragen und Pullover und Mützen… wie könnt ihr dann überhaupt die Frauen von den Männern unterscheiden?“

Jetzt muss ich lachen und ich bin froh, dass ich mir hier, an diesem vergessenen kleinen Ort noch ein paar Tage die warmen Sonnenstrahlen auf den Körper scheinen lassen kann. Und dann erkläre ich Ngema, wie man einen Schneemann baut :)

Mvuu Camp – Liwonde Nationalpark

Das Mvuu Camp im Liwonde Nationalpark ist ein echtes Rundum Wildnis-Erlebnis. Hier ist man wirklich mittendrin statt nur dabei. Ich kann nur jedem, dem sich die ohnehin schon einmalige Gelegenheit bietet dieses wunderschöne Land zu besuchen, einen Abstecher in die Mvuu Logde wärmstens empfehlen. 

Das Camp liegt im Liwonde Nationalpark, direkt am Ufer des Shire Flusses. Wer komfortabel reisen möchte, quartiert sich in einer der Lodges ein. Für den kleineren Geldbeutel bietet sich das Camp an, in dem man wahlweise das eigene Zelt aufschlagen oder eines der Safari-Zelte nutzen kann. Ich selbst war in einer der Lodges untergebracht, direkt am Flussufer, in dem man zu jeder Tageszeit die Nilpferde schnaufen hörte und sogar mal ein paar im Wasser spielende Elefanten zu sehen bekam. 

Überfahrt ins Mvuu-Camp

Allein der Weg zum Camp ist ein Abenteuer, denn es ist nur per Boot über den Fluss zu erreichen. Log geht´s an der Anlegestelle, der Hippo View Lodge. Im kleinen Schnellboot haben 6-8 Leute samt Gepäck Platz. Ich werde dazu aufgefordert, mich hinzusetzen, denn es geht rasant los. Flussaufwärts gleiten wir durchs Wasser, zu beiden Ufern erstreckt sich die nach der Regenzeit saftig grüne Landschaft und die dicken weißen Schäfchenwolken spiegeln sich in der Wasseroberfläche. Ich atme den frischen Wind des Abenteuers tief ein. Nach etwa 10 Minuten passieren wir die Grenze zum Nationalpark und unser Fahrer drosselt die Geschwindigkeit, um die hier lebenden Tiere nicht zu stören und uns einen Einblick in die unbelassene beeindruckende Natur zu gewähren. Bald sehen wir die ersten Nilpferd-Ohren aus dem Wasser ragen und auch ein paar schnaubende Nasen. Witzig sieht das aus, wie ringsum immer mal wieder eine Gruppe braunrot-gläzender Köpfe mit Löffelförmigen Ohren aus dem Wasser ragen. Wir sind begeistert. Ein kleiner Paradiesvogel springt fröhlich auf dem Deck umher und ich kann mich nicht entscheiden, wohin ich meine Aufmerksamkeit verteilen soll: Die Nilpferdherden, in denen ich auch Jungtiere auszumachen glaube, der lustig hüpfende kunterbunte Minivogel oder die atemberaubende Natur, die uns umringt. Unser Bootsmann macht uns auf einen Elefanten aufmerksam, der in kilometerweiter Entfernung am Ufer grast. Alle starren gebannt in die Ferne, aber mehr als einen dunklen Punkt können wir nicht erkennen. Hat sich der Punkt gerade bewegt oder war das das Wackeln des Bootes? Wir wissen es nicht und gaffen weiter zum Horizont. 

Das geschulte Rangerauge lag natürlich richtig. Etwa 15 Minuten später können auch wir zwei riesige Ohren am entlegenen Ufer ausmachen, die dem mittig aufgeregt trinkenden Rüssel fröhlich Luft zufächeln zu scheinen. Na bitte! Unser zweites großes Safari-Tier auf dieser Reise. Stolz entsteigen wir dem Boot, dass nun endlich an einem kleinen hölzernen Steg angelegt hat und passieren den kleinen Weg bis hin zum Haupthaus des Camps.